Presseerklärung der Initiative vom 11.02.2016

Die Bürgerinitiative “Rettet den Klosterstern“, ein Zusammenschluss von Geschäftsleuten und Anwohnern, hat nach zähem, 15-monatigem Ringen um ein vernünftiges Verkehrskonzept für den Eppendorfer Baum und den Klosterstern, unterstützt durch 3.000 Unterschriften aufgebrachter Bürger, einen ersten wichtigen Erfolg erzielt.

Die Verkehrsbehörde hat jetzt „Abstand genommen“ von ihrem aberwitzigen Vorhaben, die Zahl der Parkplätze im Innern des Kreisverkehrs von 90 auf 37 zu reduzieren. Sie kann inzwischen die Forderung unserer Bürgerinitiative „nachvollziehen, an der Parksituation weitestgehend nichts zu verändern“.

So die erfreuliche Senats-Presseerklärung „01.Februar 2016/bwvi01b“. Gerade noch rechtzeitig ist auch der entscheidende Staatsrat, Andreas Rieckhof, zur Einsicht gelangt, dass es fatal gewesen wäre, der Vitalität des einzigartigen, bunten Einkaufs-Viertels einen Streich zu spielen.

Worauf es nun ankommt: Auf Augenmaß bei der geplanten Umgestaltung der Straßenplanung des Eppendorfer Baums und des Klostersterns.

Schildbürgerstreiche –wie z. B. am Mühlenkamp – müssen vermieden werden!

Am Eppendorfer Baum sind Ladezonen für die Geschäfte und ein hinreichend breiter Mehrzweckstreifen entlang der Parkplätze unverzichtbar ,vor allem aber eine optimale Sicherheit für Fahrradfahrer. Die vorliegenden Konzepte stellen dies nicht sicher.

Nicht ohne Grund verbietet die StVO Fahrradwege innerhalb eines Kreisverkehrs. Am Klosterstern aber soll diese Vorschrift kreativ umgangen werden, indem man den Fahrradweg durch einen 3 cm hohen Bordstein trennt. Neben ungeklärter Vorfahrtsregel erscheint diese Lösung doch vor allem gefährlich.

Der zuständige Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke hat am 17.12.15 im „Hamburger Abendblatt“(in Zusammenhang mit dem Osterstraßen-Umbau) auf die Frage „Wollen Sie Radfahrer weiter privilegieren?“ geantwortet:

„Da nehmen wir die Radfahrer vom Fußweg auf die Straße, zusammen mit Bussen und Autos. Mal sehen, ob das klappt. Man muss jetzt einfach erproben, was richtig ist. Ich bin wirklich gespannt auf das Ergebnis. Eine Patentlösung habe ich auch nicht.“

Wenn also Experimentieren angesagt ist, sollten die gegenwärtig in der Stadt betriebenen ähnlichen Umbauten erst einmal abgewartet werden. Danach gilt es zu prüfen, ob sich die gewünschten Verbesserungen wirklich einstellen. Und erst dann ergeben sich vernünftige, ausgereifte Schlussfolgerungen für eine Veränderung von Klosterstern und Eppendorfer Baum.

Daher ist unsere Forderung nur logisch: dieses Projekt jetzt nicht ohne Rücksicht auf Verluste, Hals über Kopf durchzuziehen, sondern zugunsten einer bedächtigen Lösung zurückzustellen!

 

Wenn jetzt aber auch in unserem Fall Staatsrat Rieckhof mal “erproben” will, ob es zu erheblichen Komplikationen kommt, im schlimmsten Fall zu verheerenden Unfällen, sei unsererseits schon jetzt zu Protokoll gegeben:

Wir hätten den verantwortlichen Politiker dann zu benennen.